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Pro & Contra von E-Scootern

E-Scooter sind noch nicht sehr lange auf deutschen Straßen. Erst seit Juni 2019 gibt es überhaupt Vorschriften, die die Nutzung der emissionsfreien Zweiräder regeln. Siehe dazu auch “Rechtslage”. Die Verkehrsteilnehmer haben sich noch nicht an die neuen Gefährte gewöhnt, die E-Scooter-Fahrer müssen noch lernen, mit den Fahrzeugen richtig umzugehen und Unwissenheit über “Was ist erlaubt, was nicht” fordert auch seinen Tribut.

So häufen sich gerade jetzt in der Anfangszeit Berichte über Unfälle, Argumente gegen die neuen Geräte, Ärger bei anderen Verkehrsteilnehmern etc. Wir haben die wichtigsten Argumente Pro & Contra für Dich zusammengestellt.

Pro

  • Keine Abgase beim Fahren: Da der Elektromotor mit Strom läuft, machen E-Scooter keine Emissionen beim Fahren.
  • Ergänzung des ÖPNV: Die „letzte Meile“ von der Bushaltestelle zum Büro mit dem E-Scooter fahren, macht den ÖPNV wesentlich attraktiver für Pendler
  • Alternative zu Auto auf kurze Distanzen: Kurz mal einkaufen? Freunde besuchen? Schnell zur Post? Das geht auch mit dem E-Scooter, sodass das Auto daheim bleiben kann.
  • Akku ist an jeder Steckdose aufladbar: Und mit einer Ladedauer von etwa 4h geht es auch ratzfatz.
  • Klappbare Geräte brauchen wenig Platz: Du kannst die überall hin mitnehmen!

Contra

  • Unfallgefahr, da die Verkehrsteilnehmer die neuen Fahrzeuge noch nicht kennen: In München gab es von Juni bis August 47 Verkehrsunfälle mit E-Scootern. In Köln waren es 60 Unfälle. Bislang gab es in Deutschland noch keine Todesopfer, aber in anderen Ländern wie Spanien, Schweden oder Frankreich schon.
    Auch die Verletztenquote ist gestiegen. So wurden seit Juni 2019 mehr Verletztungen von E-Scooter- als von Fahrradfahrern behandelt.
  • Fahrer von E-Scootern kennen die gesetzlichen Regelungen nicht. Viele fahren unter Alkoholeinfluss. In München wurden beinahe 1000 Anzeigen wegen Fahrens mit Alkohol erstattet.
  • Anatomie” der E-Scooter: Die kleinen Räder und der geringe Radabstand verursachen ein wackeliges Fahrgefühl, vor allem bei niedrigen Geschwindigkeiten. Der Bremsweg ist sehr lang (mehrere Meter). Das Rücklicht ist sehr weit unten, nur knapp über der Straße und dadurch schwer zu sehen. Nur, wenn beide Hände am Lenker sind, ist der E-Scooter kontrollierbar, was Handzeichen geben unmöglich macht.
  • Die eigentliche Alternative: Aktuell werden E-Scooter weniger als Ersatz für die Autofahrt und eher als Alternative zum Fußweg, Fahrrad oder ÖPNV genutzt. Hier muss also auch noch ein Umdenken der Verbraucher stattfinden. Die University of North Carolina geht sogar soweit zu sagen, dass die CO2-Emissionen pro Kilometer beim E-Scooter halb so hoch sind, wie beim Auto.
  • Abstell-Wirrwar: Die Regelungen für das Abstellen von E-Scootern, also wo, mit welchem Abstand zum Bürgersteig etc. stehen noch nicht überall fest. Dies führt bei vielen Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern zu Ärgernis.

 

Quellen: https://www.tagesschau.de/inland/e-scooter-bilanz-101.html